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Anlagestrategien: Gold ja, aber keine Konkurrenz für die Aktie

21.04.17

Noch ein Nachtrag zur „Invest“ in Stuttgart: Erfahrene Privatanleger befassen sich sehr wohl mit unterschiedlichen Anlageklassen und -instrumenten, was ich bekanntlich für sehr wichtig halte, geschätzte Leser. Nur konnte ich aus zahlreichen Gesprächen heraushören, dass man die einzelnen Möglichkeiten als Alternativen betrachtet: „Soll ich weiter Aktien kaufen oder lieber jetzt Gold?“ Das Entweder-oder also. Ich plädiere seit langem aber eher für den asiatisch-philosophischen Denkansatz, das Sowohl-als-auch. Aktuell bemühen sich einige Edelmetall-Gurus mit einem Bombardement von Prognosen und Argumenten, ihre Leser eiligst raus aus Aktien und rein ins Gold zu treiben. Vereinzelt hat man auch Silber als die bessere Alternative „wiederentdeckt“ (Gold wird gehortet, Silber wird verbraucht). Davon halte ich gar nichts.

Börsentage / Anlegermessen: Den „typischen Privatanleger“ gibt es nicht

19.04.17

Kennen Sie einen „typischen“ Privatanleger? Ich greife heute wieder eines meiner Lieblingsthemen auf und ziehe damit Bilanz der Börsentage und Anlegermessen im Winterhalbjahr 2016/17. Mit noch mehr Nachdruck als in der Vergangenheit möchte ich jedenfalls den Kopf schütteln. Denn der Selbstentscheider von heute ist ein ausgeprägtes Individuum. Nicht nur Ausgangslage und Zielsetzung seiner Kapitalanlage gehen immer weiter auseinander, auch die Nutzung der schier grenzenlosen Informations- und Handelsmöglichkeiten ist differenziert. Gleiches gilt für die Inanspruchnahme von Beratern. Ist dies eine besondere, eine wichtige Erkenntnis? Nun, sie relativiert zumindest die Bedeutung von Prognosen und Empfehlungen, wenn diese allzu pauschalen Charakter haben.

Börseneinflüsse: Wechselndes Gewicht von Konjunktur, Zinsen und Politik

12.04.17

Die Kursschwankungen der Aktien nehmen zu, auch im Tagesverlauf – kein Wunder angesichts des relativ hohen Kursniveaus und der geopolitischen Unsicherheitsfaktoren. Unser „Angstbarometer“, der VDax-New, ist inzwischen über die 20-Punkte-Marke geklettert, nachdem er zuvor unter 15 gefallen war. Das ist langfristig betrachtet noch kein brisanter Bereich, aber tendenziell zumindest ein Vorsicht-Signal. Es sieht zu Beginn des zweiten Quartals so aus, als würde die Gewichtung der zentralen Einflussfaktoren – Konjunktur (Unternehmensgewinne), Politik (Wirtschafts- und Geopolitik), Zinsen (Notenbankpolitik) – kurz- bis mittelfristig immer wieder mal wechseln.

Anlegerinformationen: Warum der „boerse.de-Aktienbrief“ so wertvoll ist

08.04.17

Die täglichen Kurszuckungen haben erkennbar zugenommen, das ist keine Überraschung. Dennoch kann von hoher Volatilität, die große Nervosität signalisieren würde, bisher keine Rede sein. Und die Schwächephasen der Aktienmärkte beiderseits des Atlantiks sind von vielen Strategen und Sentiment-Analysten seit Wochen angekündigt worden. Trump-Fragezeichen, Europa-Zukunft und Fed-Kurs sind Einflüsse, die man gern heranzieht, wenn man nach vermeintlich tieferen Ursachen für labile Indizes sucht.